Datum: Freitag, 22.05.09 Ort: Hotel am Stadtpark Uhrzeit: ca. 22.30 Uhr

Axel Fischbacher - Gitarre Julian Argüelles - Saxophon Heiri Känzig - Kontrabass Joris Dudli - Drums 
„Axel Fischbacher ist das, was man in der Gitarrensprache als einen „Abräumer“ bezeichnet; ein Gitarrist ,der mit Wucht und Konsequenz seine Soli gestaltet und dabei keine Gnade kennt, vor allem nicht vor sich selber! Demgegenüber steht allerdings eine große Einfühlsamkeit für Balladen und balladeskes Spiel. Wichtige Voraussetzung, um Jazz auch mit moderneren Einflüssen spielen zu können“. (Roman Schwaller)
Axel Fischbacher war während der Achtziger Jahren als Gitarrist der Christoph Spendel Group in ganz Europa zu hören und gründete schließlich seine eigene Axel Fischbacher Group, die 1984 mit dem Preis der Deutschen Phono Akademie ausgezeichnet wurde und das Album „Rumba Ibiza“ veröffentlichte.. Seither spielte er in seinen diversen eigenen Projekten mit namhaften Musikern der internationalen Jazzszene, wie etwa Marc Johnson, Adam Nussbaum, Michael Urbaniak, Barney Wilen, Annie Whitehead, Mike Richmond, Ingrid Jensen, Danny Gottlieb, Mark Egan und ist seit mehr als 10 Jahren Gitarrist des Daniel Küffer Quartetts. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet: nach dem schon erwähnten Preis der „Deutschen Phono Akademie“, folgten der „WDR Stadtmusik Preis“ 1987 und der „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ als Produzent für Norbert Gottschalk.Zwischen 1988 und 1997 lag Axel Fischbachers ständiger Wohnsitz in der Schweiz; und von 1992 bis 1999 leitete er die Gitarren-Berufsklasse der Swiss Jazz School in Bern. Es waren in erster Linie persönliche Gründe, die Axel Fischbacher dazu veranlassten, zu Ende der Neunziger Jahre wieder ins Rheinland zu ziehen, wo er dann mit seinen erprobten Kollegen Stefan Rademacher, Kurt Billker und Frank Kirchner das Album „Jazz Attack One“ einspielte und unter dem Namen Jazz Attack eine erfolgreiche Reihe von Club-Konzerten im legendären Krefelder „Jazzkeller“ ins Leben rief, die bis heute alle vierzehn Tage Jazzbegeisterte bis weit über Krefelds direktes Einzugsgebiet hinaus anzieht. Nach einer etwa dreijährigen Berufs-Auszeit feiert Axel Fischbacher seit 2002 ein Energie geladenes Comeback: voller Dynamik arbeitet er an neuen Ideen und Konzepten und ist in vielen Formationen - teils seit Jahren erprobten wie Jazz Attack und dem Daniel Küffer Quartett, teils ganz neuen wie z.B. Jörg at Work – auf Festivals und Konzertbühnen, zur Zeit hauptsächlich in Deutschland, der Schweiz, sowie auf den dazugehörigen CD-Produktionen zu hören. Derzeit widmet er sich intensiv der Art von Jazzmusik, die ihm seit eh und je besonders am Herzen liegt: der hochkarätigen Sessionmusik in kleinen Clubs vor einem Publikum, das genau dieses Erlebnis zu schätzen weiß. Neben Jazz Attack gestaltet und spielt er seit Mai 2006 eine ähnlich konzipierte Konzertreihe unter dem Namen Blue Monday in der „Blue Note Bar“ im rheinischen Hilden. Im Frühjahr 2007 erschien die Live-CD Best of Blue Monday 2006. Aktuelles: Seit Beginn des Jahres 2008 tritt Axel Fischbacher im Rahmen einiger neuer Projekten in Erscheinung:
Zu seinem 10jährigen Bestehen hat das Philipp van Endert / Axel Fischbacher Duo hat, verstärkt durch André Nendza am Bass und Kurt Billker am Schlagzeug, im November 08 die neue CD „The Time We Spend“ veröffentlicht und im Rahmen einer Tour vorgrstellt. Weiter Konzerte sind für das Jahr 2009 geplant.
Das akkustische Gitarrenduo, in dem Axel Fischbacher gemeinsam mit seinem Kollegen Markus Wienstroer, Contemporary Jazz auf zwei akkustischen Gitarren interpretiert, verfolgt konsequent das, was man im allgemeinen als „unplugged“ bezeichnet. Das heisst : keine Verstärker, keine Tonabnehmer, keine Mikrophone und folglich nur Auftritte in Räumen und Sälen, die ein solches, vollständig „unelektrisches“ Konzert zulassen. Die für den Jahresbeginn geplante CD – wird wohl im April 09 vorgestellt.
Phishbacher featuring Fischbacher Der New Yorker Keyboarder Walter Fischbacher und der deutsche Gitarrist Axel Fischbacher sind familiär nicht verwand. Zunächst nur Aufgrund der seltenen Namensgleichheit („Wir haben unsere Namen immer mal gegenseitig im Internet oder auf irgendwelchen Jazzclub-Programmen gesehen“ haben die beiden Fischbachers Kontakt miteinander aufgenommen, um dann allerdings sofort auf eine musikalische Geistesverwandschaft zu stossen, die eine erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit verspricht. Die kleinen Oktoberkonzerte, in deren Rahmen Axel F. als Gast in der Band von Walter F. („Phishbacher“) erscheint waren ein erster Schritt. Für das Jahr 2009 sind weitere Konzerte dieser Art geplant und: Im Frühjahr 09 werden in New York die Aufnahmen für eine erste gemeinsame DOUBLEFISH – CD entstehen.
Mit dem Jörg Kaufmann Quartett steht im Januar 09 die Veröffentlichung der CD „Personal Heroes“ an und die Band geht im März für 3 Wochen auf Tour in Deutschland. www.axelfischbacher.com Julian Argüelles - Saxophon
 Bereits als 14jähriger tourte Julian mit der European Community Big Band durch Europa. Einem größeren Publikum wurde er Mitte der 80er Jahre als Mitglied der Loose Tubes bekannt. Dieses 21köpfige, demokratisch organisierte Ensemble vereinigte die besten britischen Jazzmusiker der jungen Generation, darunter etwa Django Bates (kb), Iain Ballamy (sax) und Julians Bruder Steve Argüelles am Schlagzeug. Nach der Auflösung der Loose Tubes (1990), gab Julian mit "Phaedrus" sein CD-Debut als Leader, eingespielt im Quartett mit John Taylor (p), Mick Hutton (b) und Martin France (dr). 1995 veröffentlichte er die CD "Home Truths" mit Mike Walker (g), Martin France (dr) und Steve Swallow (b), gefolgt von der im Duo mit seinem Bruder eingespielten CD "Scapes" (1996). Eine Auftragskomposition der BBC führte zu dem Album "Skull View", das 1997 von der Zeitung "Independent on Sunday" zur Jazz-CD des Jahres gekürt wurde, genau wie "Home Truths" und "Scapes" in den vorangegangenen Jahren. Nachdem Julian das Oktettformat in "Skull View" zum ersten Mal ausprobiert hatte, spielte er auch seine beiden folgenden Alben "Escapade" und "As above so below" in Oktettbesetzung ein. Auf seinen beiden jüngsten CDs geht Julian dagegen den umgekehrten Weg: "Live in Dublin" und "Partita", sind Trio-Alben mit Schlagzeug und Bass. Neben seinen Platten als Leader hat Julian als Sideman mit vielen namhaften Jazzmusikern gearbeitet, darunter Archie Shepp, Tim Berne, Hermeto Pascoal, John Abercrombie, Dave Holland, Peter Erskine, John Scofield oder Carla Bley. Außerdem war er Mitglied in so hochkarätigen Bigbands wie der von Kenny Wheeler, dem Mask Orchestra von Colin Towns und von Dajngo Bates' Delightful Precipice. Heiri Känzig - Kontrabass Er absolvierte sein Studium 1976/77 an der Grazer Musikhochschule und am Konservatorium in Wien. In dieser Zeit war er auch Gründungsmitglied des Vienna Art Orchestras, mit dem er bis 1987 regelmässig arbeitete und zahlreiche Aufnahmen, Festivalauftritte und Tourneen in der ganzen Welt absolvierte. 1978-80 arbeitete er Bassist im Quintett des legendären Flügelhornspielers Art Farmer, sowie mit seinem eigenen Qaurtetts mit Harry Sokal, Uli Scherer und Joris Dudli. Erste Plattenaufnahme als Leader und Komponist für das Label Bellaphon (CD "Foolish Memories"). 1981 entschloss er sich zu einem weiteren Kontrabassstudium bei Harald Friedrich am Konservatorium Zürich. ( bis 1984 ) Im Verlauf seiner Karriere spielte Heiri Känzig regelmässig mit Jazzgrössen wie Johnny Griffin, Howard Johnson, Billy Brooks, Benny Bailey und Fritz Pauer,Christoph Lauer, Ack van Royen, Todd Canedy und Stephan Dietz, Wolfgang Dauner, Christoph Spendel, Georg Gruntz, Daniel Humair, Franco Ambrosetti, Betty Carter, Helen Merill, Wolfgang Muthspiel, Antonio Farao, Franco Ambrosetti, Enrico Rava, David Sanchez, Andreas Vollenweider, Wolfgang Muthspiel, Antonio Farao, Franco Ambrosetti, Enrico Rava, David Sanchez, Hugo Read, Thomas Cremer, Claus Stötter. Jojo Mayer Harry Sokal, Gary Thomas 7th Quadrant, Art Lande, Bob Mintzer, Charlie Mariano, Bob Malach, Kenny Wheeler, Francois Laiszeau und wurde als erster „Nicht-Franzose“ beim Orchestre National de Jazz France engagiert. Er trat auf vielen grossen internationalen Festivals auf : Montreux, Berlin , Zürich, Paris , Molde ,Barcelona, Wien , Köln , Den Haag, Sevilla, München, Lubliana, Moers, Athen, Belgrad, Skopie , Wien , Köln , Bruxelles,Helsinki , Lyon, Paris, Nevers, Le Mans, Rouen, Montpellier und spielte in allen europäischen Ländern sowie in den USA, Japan, Indonesien und Afrika. 1991 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Jazzschule Luzern auf, die er bis heute fortsetzt und wurde in den Jahren 1999 - 2001 Bass Player of the year“ des Magazins Jazz and More. Heiri Känzig nahm für grosse Labels wie Blue Note und Virgin Records auf. Joris Dudli - Drums
 Geboren 1957 in der Schweiz, als 7 Jähriger nach Wien, Klavierunterricht mit 12, autodidaktes Schlagzeugspiel ab dem 14. Lebensjahr, vereinzelte Privatstunden. Teilweises Komposition- & Arrangementstudium am Wr. Jazzkonservatorium. Ab dem 17. Lebensjahr Studiomusiker der Österreichischen Popszene (W. Ambros „ Es lebe der Zentralfriedhof“, R. Fendrich, G. Danzer, usw.).Mitglied beim Vienna Art Orchestra (1977, 1980, 1983- 1986), dem Art Farmer Quintet (1979- 1986) und der Wiener Jazzszene. In seiner Laufbahn als professioneller Musiker sind vor allem die langjährige Aufenthalte in New York zu erwähnen.In dieser Zeit konnte sich Dudli als „Sideman“ bei namhaften internationalen Jazzmusikern bewähren und spielte u. a. auch in renomierten Clubs wie dem „ Sweet Basil“. Dort teilte er 2 Wochen lang die Bühne mit seinem legendären Mentor Art Farmer, flg. Außerdem noch mit Clifford Jordan & Jimmy Heath, ts; Jeoff Keezer, p und Kenny Davis, b. Auch im „Jazz Showcase“ in Chicago gastierte Dudli eine Woche lang mit dem Art Farmer Quintet. Im New Yorker „Mikell’s war es mit Mulgrew Miller am Piano. In Wien war und ist Dudli außerdem noch bei der „Creme“ der Szene tätig: langjährige Zusammenarbeit mit Karl Ratzer und unzähligen anderen Projekten wie z. B.: Christian Havel Quartett feat. Dennis Irwin und Jon Davis. Seit 1993 Professor der Bruckner Privatuniversität in Linz. Big Band Erfahrungen:ORF Big Band, Vienna Art Orchester, NDR Big Band, Jazz Big Band Graz. Anbei noch einige der wichtigsten Musiker, mit denen Dudli gemeinsam engagiert wurde: Sheila Jordan ,Fritz Pauer Trio feat. Benny Golson (ts). Joe Zawinul (keys), Manolo Badrena (perc), Joey Calderazzo, Harvie Swartz Ray Anderson, Benny Bailey, Jerry Bergonzi, Don Bradon, Ira Coleman, Barry Finnerty, Johnny Griffin, Tom Harell, Eddie Henderson, Joe Henderson, Ed Howard, Dennis Irwin, Dave Kikowsky, Joe Lovano, Sal Nistico, Hal Singer, Mickey Tucker, Harold Vick, u. v. a. Pressestimmen: „Joris is a wonderful drummer, getting better every day...a good drummer is irreplaceable, I would like to play with Joris anywhere, ...he plays in such a wonderful way - it’s a pleasure to share the music with him.” Art Farmer for JAZZPODIUM, Germany „Joe Henderson was accompanied by Joris Dudli, who has a way of playing that is alive without complicating things...” Boris Rabinowitsch for POLITKEN, Denmark „Joe Henderson played great - this was made possible by very fine Austrian drummer Joris Dudli.” Jorgen Siegumfeldt for BERLINGSKE, Denmark
|